Südafrika- Krügerpark

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Hallo Ihr Lieben,

im März war ich wieder in Südafrika, zu meinem ersten Blogpost dazu gehts hierlang und einen Haul habe ich auch schon geschrieben.

Diesmal wollte ich ja unbedingt in den Krügerpark. Oder richtiger: Kruger-Nationalpark. Bei uns in der Familie sagt aber jeder Krügerpark. Meine Eltern waren ja vor meiner Geburt ein paar Mal dort. Jedenfalls habe ich mir meine Tante und die Stiefenkelin meiner Cousine (jaja, Patchworkfamilie, sie heißt jedenfalls Sinead und ist 12), die gerade Schulferien hatte und los gings. Gefahren sind wir mit dem uralten Toyota meiner Tante und da sie 89 Jahre alt ist, lässt sie mich gerne fahren. Linksverkehr ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig und in diesem Auto sind auch Scheibenwischer seitenverkehrt. Sorgte dann immer für Gelächter, wenn der Scheibenwischer beim Abbiegen anging… Hatte kurzfristig ein Hotel direkt an der Grenze zum Park gebucht, das mir schön erschien, also auf nach Malalane, das von Roodeport (ein Vorort von Johannesburg) ca. 450 km entfernt ist. Da das Hotel außerhalb des Parks liegt, muss man sich auch nicht hetzen. Wenn man innerhalb des Parks wohnt, muss man bis zur Schließung (in der Regel 17 Uhr) unbedingt da sein. Ansonsten kann man machen, was man will: man kommt nicht zu seiner Unterkunft. Da der Toyota uralt ist und in Südafrika das Tempolimit mit Milliarden Radarfallen und Blitzern überwacht wird, sollte man eh ein bisschen chillen beim Fahren. Und vielmehr die schöne Landschaft genießen. Rund um Johannesburg und Pretoria gibt es ziemlich viel Verkehr und solange man nicht auf der Autobahn ist, muss man auch damit rechnen, dass die Ampeln mal wieder ausgefallen sind. Es gibt relativ viele geplante Stromausfälle in Südafrika um das System zu schonen. Seit dem Ende der Apartheid hat die Regierung versucht, das staatliche Stromunternehmen zu privatisieren und hat überhaupt nichts mehr in die Erhaltung und den Ausbau investiert. Die Privatisierung klappt nicht, das Netz und die Werke sind schrott, also muss man es schonen und regelmäßig Last vom Netz nehmen. JEDER Südafrikaner redet und ärgert sich darüber, wenn man also Smalltalk machen will, sollte man sich über „loadshedding“ informieren im Vorfeld. Aber wie auch immer, die Haushalte sind extrem gut vorbereitet mit Kerzen, autonomen Lampen, zweiten Stromkreisen angeschlossen sind usw. Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, wie man ein Land, das eigentlich eine gute Infrastruktur hat und reich ist an Ressourcen so vor die Hunde kommen lassen kann. Damit wären wir beim Thema Korruption… aber ich schweife total ab, eigentlich wollte ich ja über unseren Trip zum Krügerpark schreiben. Also. Disziplin.

Die Reise nach Malalane ist landschaftlich abwechslungsreich, man fährt durch Steppen, bewaldete Berge, an Seen vorbei und kreuzt auch immer wieder den Crocodile River, an dem letztendlich auch unser Hotel lag und der dort die Grenze zum Krugerpark bildet.

Als wir ankamen war es schon dunkel (unser Frühling ist dort Herbst), so dass wir noch gar nicht viel gesehen haben von der wunderschönen Terrasse, auf der wir noch unser Abendbrot einnahmen. Die Leute waren total nett. Für meine Tante gab es eine Senorenportion, für Sinead eine Kinderportion, alle waren glücklich. Was sehr auffällig ist: Gerade die männlichen Angehörigen der schwarzen Bevölkerung verehren alte Frauen. In der Kultur der mannigfaltigen Volksstämme haben alte Frauen fast etwas Heiliges und das spiegelt sich dann wieder in einem besonders höflichen und fast ehrfürchtigen Verhalten (offensichtlich ja egal welche Hautfarbe…). Ich wünschte, der eine oder andere bei uns würde sich da mal eine Scheibe abschneiden und älteren Menschen mit etwas mehr Höflichkeit und Respekt begegnen. Lustig ist aber, dass eine übliche und sehr ehrfürchtige Anrede für alte Frauen „Oma“ ist. Also ein Satz lautet dann zB „Oma, Ma´am, would you like another drink?“

Da es in Malalane viel heißer war als in Johannesburg, sind wir spätabends noch in den Pool gesprungen, für mich Badewannentemperatur, aber trotzdem erfrischend.

Untergebracht waren wir in kleinen Häuschen mit Terrasse, etwas besorgt war ich wegen der Krokodilwarnung auf unserer Terrasse, aber ich hab keins gesehen… Neben Englisch ist in dieser Gegend viel Portugiesisch zu sehen. Das liegt daran, dass wir schon ziemlich nah an der Grenze zu Mosambique waren. Und das stand ja früher unter portugiesischem Einfluss.

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Der erste Kaffee am nächsten Morgen war ein Traum… Blick auf einen kleinen Bach und den Wald, es war warm… herrlich. Und dann auf zum Frühstück auf die Terrasse. Und da habe ich den Mund vor Staunen kaum noch zu bekommen. So ein traumhafter Blick auf den Crocodile River und den Krügerpark!

Hab nur geschaut und geschaut. Und dann habe ich die Flusspferde entdeckt, die im ganz ruhig im Fluss lagen. Hippos! Ich war total begeistert. Aber irgendwann konnte ich mich doch durchringen, zu frühstücken. War alles lecker, tolle Auswahl, netter Service wie schon am Abend. Ich hatte aber auch solche Freude daran, meine Tante und Sinead zu sehen. Sinead war (obwohl sie ja nun in Südafrika lebt) noch NIE im Krügerpark. UNd meine Tante war seit 20 Jahren nicht mehr dort. Früher ist sie mit meinem Onkel bestimmt zweimal im Jahr dort gewesen und verbindet halt auch besondere Erinnerungen damit.

Nach dem ausgiebigen Frühstück habe ich mich dann beraten lassen hinsichtlich einer Safari bzw. wie es dort heißt „Game Drive“. Mit „Game“ wird dort das Wild bezeichnet. Man kann zwar auch mit dem eigenen Auto in den Krügerpark fahren, aber ich dachte eher an eine geführte Tour, erstens tauschen sich die Ranger untereinander aus, wo die Tiere sind, so ist die Chance höher, welche zu sehen. Und zweitens wollte ich mich nicht so sehr aufs Fahren konzentrieren müssen.

Da es wirklich heiß war, empfahl man mir eine Fahrt in der Dämmerung. Die Tiere verziehen sich nämlich bei Hitze in den Busch und ruhen sich aus. Erst in der Dämmerung kommen sie heraus, laufen herum und gehen zu den Wasserstellen. Also gesagt, gebucht. Haben den Tag dann entspannt am Pool verbracht und wurden am Nachmittag (da war es noch hell) abgeholt. Man sitzt auf diesen Safariwagen ziemlich hoch, aber sie sind offen. Wir hatten eine supernette Rangerin, die uns lustig und lehrreich unterhalten hat. Mit uns auf dem Wagen war nur noch ein Paar aus Finnland, die unsere Familiengeschichte mit dem Mix aus Deutschland / Südafrika total interessant fanden.

Der Sonnenuntergang im Busch war traumhaft…. wunderschön… einzigartig.

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Und dann haben wir tatsächlich Tiere gesehen. Eigentlich hatte ich ja nicht gedacht, dass ich das so besonders finde. Schließlich hat man alle diese Tiere auch schon im Zoo gesehen. Aber diese Wesen in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen… mich hat das wirklich emotional total berührt. Und ich neige eigentlich nicht so sehr zur Naturromantik. Ich fand es ganz toll. Hier eine Auswahl der Tiere, die wir gesehen haben:

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Der dicke Nashornbulle ging ganz langsam vor uns auf der Straße, immer schwankend von links nach rechts als wollte er sagen: „Ich bin viel stärker als ihr, ihr kommt hier nicht vorbei.“ Daneben gab es noch Vögel und Rieseneulen und Hyänen, Antilopen, Böcke, Elens, Büffel und die superseltenen Wildhunde zu bestaunen. Und dann standen hinter einer Kurve auf einmal zwei Löwen auf der Straße. Ich sagte ja schon, dass die Wagen offen sind. Und wenn so ein Löwe am Auto vorbeigeht, ist man schon von alleine mucksmäuschenstill. Majestätisch. Unabhängig. Wild. Total beeindruckend.

Und dann mein persönlicher Wunsch: eine Elefantenmama mit einem Baby. Standen so am Straßenrand und haben für uns posiert. Nach einer Weile haben sie die Straße vor uns überquert und es war so rührend zu sehen, wie die Mama das Baby vor uns abschirmte. Um uns herum im Busch hörte man die Fressgeräusche der Herde, aber es war schon zu dunkel, um alle zu sehen.

Sind dann am Abend nur noch in den Pool gesprungen und sind dann voller Eindrücke müde ins Bett gefallen, denn am nächsten Tag ging es leider schon wieder zurück nach Johannesburg.

Das Hotel war übrigens das Pestana Kruger Lodge, wirklich ein sehr schönes Hotel in einer traumhaften Lage. Ich war mit allem superzufrieden.

Malalane ist mit dem Auto leicht über die N12 und N4 von Johannesburg aus zu erreichen. Wir fahren in der Regel lieber tagsüber. Man sollte einen Halt auf freier Strecke vermeiden und das Auto stets von innen verriegeln, wenn man fährt. Mir ist zwar nichts passiert, aber an bestimmten Streckenabschnitten liegen halt wirkliche Slums, dort ist es schon zu provozierten Unfällen und Überfällen gekommen. Davor warnen dort dann auch Straßenschilder. Ansonsten kann ich aber nichts Negatives berichten, wenn man mit Menschenverstand an die Sache rangeht, kann man das Ganze trotzdem sehr genießen. Die Autobahnen sind mautpflichtig, aber ich fand es nicht so teuer.

Eine wunderschöne Raststätte haben wir auf der Strecke entdeckt, das Essen auf der Terrasse am Wasser war köstlich. Man kann da auch in kleinen Hütten, die halb auf Stelzen in den See gebaut sind übernachten. Sah toll aus. Millys – ich komme wieder.

Insgesamt war das eines der schönsten Trips meines Lebens und ich kann nur jedem empfehlen, denn Krügerpark auf seine Bucketlist zu setzen. Für mich war das bestimmt nicht da letzte Mal, dass ich dort war.

Alles Liebe

Julia

 

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