The Ordinary – Foundation und Primer

Hallo Ihr Lieben,

vorab ein paar Worte zum Bloggen allgemein…

Blogge ja noch nicht so lange, habe mich erst kürzlich mit dem Telemediengesetz auseinander gesetzt.

Hier ein Disclaimer, der leider rechtlich notwendig zu sein scheint:

Da auch privat betriebene Blogs (als solchen würde ich meinen unbedingt bezeichnen) in den Anwendungsbereich des Telemediengesetzes fallen und die Tatsache, dass ich alle Produkte, über die ich schreibe, mit meinem eigenen, hart verdienten Geld gekauft habe, mich nicht vor einer Kennzeichnungspflicht schützt, kennzeichne ich nun alle Blogposts, in denen ich Links zu den Produkten setze (und dabei ist auch völlig egal, ob es sich um Affiliate- oder ganz normale Links handelt), sicherheitshalber als „Werbung“. Finde das etwas affig, man hätte ja zum Beispiel auch eine Untergrenze an Followern oder so reinschreiben können in das Gesetz. Aber es steht da nun mal so da drin, wie es eben da drin steht. Und wer hat schon Lust, sich der Gefahr einer Abmahnung auszusetzen…

Das Ziel meines Blogs ist definitiv nicht, damit meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Ich werde von keiner einzigen Firma, die ich in meinem Blog lobend erwähne, bezahlt oder gezielt mit Vergünstigungen bedacht. Insofern kann ich in meinem Blog auch immer völlig frei meine Meinung äußern. Ich liebe es einfach sehr, über Dinge zu schreiben, die ich schön finde und die mir Freude machen. Und ich lasse eben gerne andere Menschen an meinen Erfahrungen teilhaben.

Soviel zu meiner Ethik, aber nun zur WERBUNG… – ähm ja, ob es eine ist, werden wir ja sehen 🙂 Aber da ich Non-Affiliate-Links gesetzt habe zum The Ordinary Online Store, damit Ihr zB die Inhaltsstoffe da direkt nachlesen könnt, sollte ich das wahrscheinlich tun.

 

Die The Ordinary Foundations sind für mich echte Youtube-made-me-buy-it-Produkte… wer bekennt sich noch schuldig? 🙂

Ich kann mich erinnern, dass ich das erste Mal von The Ordinary auf dem Kanal von Wayne Goss gehört habe. Wayne Goss ist ein international anerkannter Makeup-Artist, der auf seinem Youtube-Kanal nicht nur Produktreviews macht, sondern auch viele echte Profitricks erklärt. Da habe ich mir schon einiges abgeschaut.

Hier geht es direkt zu dem Video, das mich auf The Ordinary aufmerksam gemacht hat und in dem Wayne von The Ordinary regelrecht schwärmt. Nach dem Upload dieses Videos ist dann wohl die The Ordinary Website zusammengebrochen…  Was ich erstaunlich finde in dem Video: er trägt die Foundation ausschließlich mit den Fingern auf und benutzt verschiedene Farben zum Highlighten und Konturieren.

Habe dann zwar nicht sofort, aber doch ziemlich bald die The Ordinary Website besucht. Die Sachen, die sich nun in meinem Besitz befinden, habe ich in zwei Bestellungen geordert. Alles zu Skincare findet Ihr in diesem Blogpost.

PRIMER

Es gibt zwei Primer, die ich natürlich beide bestellt habe.

High Spreadibility Fluid Primer – dieser ist flüssig und kommt in einer 30 ml Pipettenflasche, er kostet auf der Website 7,20 €

High Adherence Silicon Primer – dieser hat eine fest-cremige Konsistenz und kommt in einer 30 ml Tube, er kostet auf der Website 4,90 €

Der High-Spreadability Fluid Primer ist wie gesagt ziemlich flüssig, lässt sich gut verteilen und zieht eher in die Haut ein als dass er sich auf sie drauflegt, wenn Ihr versteht, was ich meine. Die Haut wird dadurch etwas softer. Spreadability bedeutet ja soviel wie „Streichfähigkeit“, so würde ich es zumindest übersetzen. Das macht dann auch Sinn, da sich Foundation auf weicher, ebenmäßiger Haut ja nun besser verteilen lässt.

Der High-Adherence Silicone Primer ist ein typischer Silikonprimer, der sich eher auf die Haut legt und die Poren minimieren soll. Die Haut sieht nach dem leichten und gleitenden Auftrag tatsächlich auch etwas weichgezeichnet aus (oder sagt man jetzt geblurred? 🙂 ). Adherence würde ich mit „Anhaftungs-Fähigkeit“ übersetzen, wahrscheinlich gibt es auch ein besserer Wort… Insofern wäre die Erwartungshaltung, dass die Foundation eine Ewigkeit drauf hält.

Habe die Primer sowohl unter den Foundations von The Ordinary benutzt, aber auch unter Foundations von anderen Marken. Sowohl alleine als auch in Kombination.

Also… so ganz allein kommt der Fluid Primer mit meinen öligen Stellen nicht so ganz zurecht. Aber er spendet Feuchtigkeit, das macht auf jeden Fall ein schönes Finish. Der Silicone Primer kommt besser zurecht, ist aber nicht der allerbeste Primer für ölige Haut, den ich habe. Insofern benutze ich auf der Nase dann meistens noch einen Spezialprimer und arbeite das Setting Powder wirklich sorgfältig ein, damit die Foundation auch einen langen Tag aushält. Hinsichtlich der Verfeinerung von Poren dachte ich eigentlich, dass der Silicone Primer besser ist, aber es gibt keinen Unterschied, wenn die Foundation erstmal drauf ist. Habe sogar einmal die Hälften meines Gesichts unterschiedlich geprimt, um einen direkten Vergleich zu haben. Kein Unterschied im ersten Eindruck.

Also: es sind gute Primer für unterschiedliche Bedürfnisse. Der Fluid Primer eher feuchtigkeitsspendend, der Silicone Primer eher für etwas stärkere Haltbarkeit. Es sind beides gute Primer. Nachkaufen würde ich wahrscheinlich aber nur den Fluid-Primer als Feuchtigkeitsbase, im Bereich Haltbarkeit finde ich zur Zeit aus dem Drogeriebereich den Catrice Light Correction Serum Primer zu gut, da kommt der The Ordinary Silicone Primer nicht ran. Kombiniere übrigens meistens zwei Primer, einer mehr für Feuchtigkeit und einen anderen gezielt auf den Stellen, die schnell nachölen über den Tag.

FOUNDATION

Bei der Auswahl der Foundation hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten, da nicht alle Farbtöne vorrätig waren (und auch immer noch nicht sind, der Hype hält an…). Außerdem finde ich es megaschwierig, online Foundation zu bestellen, so ganz ohne Swatchen. Mache ich sonst nie, aber ich wollte jetzt nicht extra nach London fliegen. Da ist meines Wissens der nächstgelegene Store. Obwohl – London- da war ich das letzte Mal vor 25 Jahren… vielleicht sollte ich da nochmal hin, bevor die aus der EU austreten. Aber ich schweife ab 🙂

img_2826.jpg

Habe dann trotz eines eigentlich ganz guten Foundation Guides auf der Seite verschiedene Farben bestellt. Das Problem ist eigentlich, dass mein Unterton ein bisschen warm ist, aber nicht so stark. Neutrale Foundation sieht oft sehr kalkig aus, gelbe Foundation passt meistens, aber manchmal ist sie auch zu gelb. Lässt sich im Zweifel ja durch Mischen vorher oder durch Puder und Bronzer korrigieren. Aber besser ist es ja irgendwie, wenn sie direkt passt.

Natürlich mussten beide Sorten Foundation von The Ordinary ins Körbchen.

Serum Foundation 6,90 € / 30 ml

Die Serum Foundation habe ich in den Farbtönen 1.1 N (fair neutral) und 2.1 Y (medium, yellow undertones)

Coverage Foundation 6,90 € / 30 ml

Die Coverage Foundation habe ich in den Farbtönen 1.0 NS (very fair, neutral with silver highlights), 2.0 N (light medium, neutral) und 2.1 Y (medium, yellow undertones)

N steht für Neutral, S für Silver Highlights und Y für Yellow. Es gibt auch Farben mit P für Pink, G für Golden Highlights und R für Red.

Niedrigere Zahlen sind heller, höhere Zahlen demzufolge dunkler. Derzeit gibt es je 21 Farbtöne im Angebot.

Alle Foundations kommen in einem Pumpspender, was ich gut finde.

Serum Foundation

Die Serum Foundation ist relativ flüssig. Nach dem Anmischen der richtigen Farbe tupfe ich mir die Foundation aufs Gesicht und arbeite sie mit meinem großen Zahnbürstenpinsel (-> ist von Primark, also ziemlich günstig, kann ich empfehlen) ein. Um ein perfektes Ergebnis zu erzielen, arbeite ich noch mit einem angefeuchteten Beautyblender nach. Da die Foundation so flüssig ist kann man sich entscheiden, ob man nur ganz wenig nimmt, dann ist das Ergebnis mit leichter Deckkraft eher natürlich. Gut finde ich, dass sie sich aber auch aufbauen lässt, so dass man auf eine gute mittlere Deckkraft kommt. Das Finish gefällt mir sehr gut, meine Haut ist nicht tot mattiert, sondern hat einen deutlichen Glow. Dieser bleibt sogar nach Setting und Finishing Puder erhalten. Ohne Pudern geht es bei mir zumindest nicht. Und das muss ich bei dieser Foundation wirklich sorgfältig tun, ansonsten hält sie nicht lange. Wenn man das aber gründlich macht und ein richtig gutes Fixingspray benutzt, dann funktioniert es schon. Allerdings ist es nicht die Foundation zu der ich morgens greife, wenn ich einen langen Tag im Büro und auch Abends noch irgendwelche beruflichen Verpflichtungen habe ohne großartige Möglichkeit zwischendurch richtig aufzufrischen. Dann greife ich nach anderen Produkten.

Auftrag, Finish, Preis, Verpackung: richtig toll

Haltbarkeit: ein kleiner Minuspunkt für mich, vermutlich ist diese Foundation besser geeignet für Menschen mit trockenen Häutchen.

Farbe: vielleicht würde die 2.0 Y Farbe besser passen, da ich aber hinsichtlich der Haltbarkeit bessere Foundations habe, werde ich die nicht nachbestellen.

Coverage Foundation

Die Coverage Foundation ist im Vergleich zur Serum Foundation cremiger. Lässt sich aber mit oben beschriebener Methode gut auf dem Gesicht verteilen und deckt bei der gleichen Menge schon deutlich mehr ab. Man kann sie meiner Meinung nach nur begrenzt aufbauen, man hat dann schon ziemlich viel Produkt auf dem Gesicht, die Grenze zum Cakeface ist dann leicht überschritten. Insofern ist sie meines Erachtens schon deckend, aber nicht full coverage. Das Finish ist matt, an manchen Tagen bevorzuge ich das, an manchen Tagen brauche ich Glow, da habe ich keine grundsätzliche Präferenz. Hängt eher an Stimmung und dem Hautbild des Tages… Also, das Finish ist schön, das Hautbild ist gut. Zur Haltbarkeit gilt eigentlich dasselbe wie zur Serum Foundation, der Unterschied ist allerdings, dass die Serum Foundation einfach verschwindet an den öligen Stellen, die Coverage Foundation setzt sich nach wirklich langen Trageetagen in den Poren und Linien ab. Das gefällt mir nicht so gut.

Auftrag, Finish, Preis, Verpackung: richtig toll

Haltbarkeit: hier ein etwas größerer Minuspunkt für mich, trage sie nur an Tagen, die eine kürzere Tragezeit erfordern

Farbe: vielleicht würde die 2.0 Y Farbe besser passen, da ich aber hinsichtlich der Haltbarkeit bessere Foundations habe, werde ich auch diese nicht nachbestellen.

Gesamtfazit

Also im Ergebnis ein etwas gemischtes Bild, das Finish ist wirklich großartig und wenn Ihr nicht ganz so viel Wert auf lange Haltbarkeit legt, ist das vielleicht etwas für Euch. Gerade die Serum Foundation ist im Finish schon besonders schön und zaubert ein natürliches glowy Hautbild. Die Produkte sind aber auch nicht so schlecht, werde sie auf jeden Fall aufbrauchen, muss sie nicht weitergeben.

Da es für mich allerdings sogar in der Drogerie bessere Alternativen gibt (L´Oréal Perfect Match, Catrice HD Liquid Coverage oder jetzt auch bei DM die Total Control, die man sehr dünn auftragen kann für ein leichtes, natürliches Finish) werden die The Ordinary Foundations sicherlich nicht in einem ride-or-die-Blogpost von mir auftauchen.

Zum Thema Bestellen von The Ordinary Produkten hatte ich in meinem Blogpost zu den Skincareprodukten schon etwas geschrieben, wenn Euch das interessiert gerne dort nachlesen 🙂

Alles Liebe

Julia

 

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